Rahmenbedingungen
des Generationswechsels in Familienunternehmen

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Do 07.09.2017
Unternehmerischer Mittelstand
Ist der Mittelstand wirklich weitgehend identisch mit dem KMU?
Do 20.09.2017
Unternehmerischer Mittelstand
Anzahl und Größe der Familienunternehmen in Deutschland
in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Generationswechsel. 12 Probleme der Nachfolge in Familienunternehmen

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM)[1] in Bonn schätzt, dass in den fünf Jahren von 2014 bis 2018 rund 135.000 deutsche Familienunternehmer[2] ihre Nachfolge regeln müssen. Das sind 22% mehr als im vorausgegangenen Zeitraum 2010-2014. Die Zahl der Familienunternehmer, die ihre Nachfolge regeln müssen, hat also erheblich zugenommen. Auf Basis der Schätzung des IfM kann angenommen werden, dass derzeit jährlich durchschnittlich 27.000 Familienunternehmen in Deutschland Nachfolger suchen. Aber finden sie diese auch? Die Wirtschaftsmedien berichten, dass  viele Familienunternehmer keine Nachfolger finden.

Schon im Vergleichszeitraum 2010-2014 konnten nur 54% der übergabereifen Familienunternehmen an die eigenen Nachkommen übergeben werden. Weitere 17% fanden Nachfolger unter ihren Führungskräften. 26% haben damals ihr Unternehmen verkauft.  Und 3% der Familienunternehmen mussten ihren Betrieb aufgeben, weil weder Nachkommen noch Käufer wirtschaftlich daran interessiert waren. Dieser Anteil hat offenbar inzwischen zugenommen. Ein Bericht der DIHK gibt auf Basis von 22.000 IHK-Beratungsgesprächen an, dass 8% ihren Betrieb aufgeben mussten.

Inzwischen hat sich noch mehr geändert. Immer häufiger stellen inzwischen nach Jahresumsatz und Anzahl der Mitarbeiter gewachsene Familienunternehmen familienfremde Manager als Geschäftsführer ein. Doch, auch wenn sie das Unternehmen von familienfremden Managern führen lassen, so bleiben sie doch die Eigentümer ihrer Unternehmen. Jedoch, immer häufiger verkaufen Familienunternehmer ihren Betrieb.

Warum?

Es gibt mindestens 12 Ursachen, weshalb Familienunternehmer Probleme haben, Nachfolger zu finden; abgesehen von natürlichen Ursachen, weil manche Unternehmerfamilien kinderlos geblieben sind oder infolge kommerzieller Ursachen, weil Unternehmen aufgrund fehlender oder erfolgloser Innovationen in schnell sich wandelnden Märkten zunehmend Verluste erwirtschaften. Sie sind weder für Nachkommen noch für Käufer wirtschaftlich interessant.

Die meisten Ursachen sind jedoch die Folge menschlicher Fehlentscheidungen, die vermieden werden könnten, wenn man es nur vorher besser wüsste. Wollen Sie wissen, warum? Dann klicken Sie hier auf Weiterlesen.

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Generationswechsel. Kriterien auf der Suche nach einem vertrauenswürdigen Nachfolgeberater

Überlegen Sie ´mal: Was müsste ein Nachfolgeberater[1] wissen, über welche Erfahrungen müsste er verfügen, um unternehmerisch engagierten Familienunternehmern so kompetent beizustehen, dass diese ihre Nachfolge wirklich erfolgreich regeln können? Oder anders gefragt: Wie alt müsste er sein, welche unternehmerischen Erfahrungen, welche Fähigkeiten müsste er haben, um von älteren Familienunternehmern, die beabsichtigen ihre Nachfolge zu regeln, als glaubwürdiger Berater für deren „Königsaufgabe“ akzeptiert zu werden? Müsste er nicht auch ein Vermittler, ein Mediator in Konflikten zwischen den Familiengesellschaftern bzw. zwischen den verantwortlich mitarbeitenden Angehörigen der Unternehmerfamilie sein, um zu schlichten, bevor die Nachfolge geregelt werden kann?

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Generationswechsel. Verschonung der Firmenerben vor Erbschafts- bzw. Schenkungssteuern.

Im Gegensatz zu manchen anderen Ländern der Europäischen Union wird in Deutschland für den Erwerb von Vermögenswerten von Todes wegen, d.h. im Erbfall Erbschaftsteuer bzw. bei einer unentgeltlichen Zuwendung unter Lebenden eine gleich hohe Schenkungsteuer erhoben – selbstverständlich mit Freibeträgen. Rechtsgrundlage ist das Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG). Steuerschuldner sind die Erben.

Dagegen wurden bisher Nachkommen von Unternehmerfamilien als Firmenerben der Betriebsvermögen, also aller Werte. die zu mehr als 50% dem Hauptzweck eines Unternehmens dienen, zu einem erheblichen Teil oder vollständig von Erbschafts- oder Schenkungssteuer verschont. Das Ziel war seinerzeit, das Betriebsvermögen von Familienunternehmen, Betrieben der Land- und Fortwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften nach §13a und §13b ErbStG nicht durch erhebliche Steuerzahlungen zu schmälern, um als Staat durch Verzicht auf Steuereinnahmen zur Erhaltung der Arbeitsplätze beizutragen. Allerdings war dies eine Ungleichbehandlung gegenüber Erben, die kein Betriebsvermögen erben.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte im Sinne der Steuergerechtigkeit die Verschonung der Erben von betrieblichem Vermögen als zu hoch angesehen, sie mit seiner Entscheidung vom 27.09.2012 als verfassungswidrig erklärt und dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe zur Prüfung vorgelegt. Das BVerfG hat am 17.12.2014 geurteilt, dass das ErbStG verfassungswidrig sei, allerdings mit der Begründung, dass die Verschonung der Erben von Betriebsvermögen im Widerspruch zum Gleichheitsgrundsatz nach Artikel 3 des Grundgesetzes (GG) stehe. Es hat mit diesem Urteil zugleich den Gesetzgeber aufforderte, bis 30.6.2016 ein verfassungskonformes ErbStG zu erlassen. Das ist jedoch weder rechtzeitig zum gesetzten Termin, noch in Erfüllung des Gleichheitsgrundsatzes gelungen. Denn das, wie man so sagt, mit heißer Nadel gestrickte, unter Zeitdruck durch Bundestag und Bundesrat verabschiedete, rückwirkend zum 1.7.2016 geänderte ErbStG verstößt wie zuvor gegen den Gleichheitsgrundsatz, weil jede Verschonung eines Teils der Erben, der Firmenerben, die übrigen benachteiligt. Das verunsichert viele der Familienunternehmer, weil unklar ist, ob die seit 1.7.2016 geltende Verschonung der Erben von Betriebsvermögen vor Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer nicht in absehbarer Zeit verfassungsrechtlich erneut infrage gestellt wird.

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Generationswechsel. Übergabereife und -würdige Familienunternehmen

Die Frankfurter Allgemeine, eine sorgfältig recherchierende Zeitung, schrieb am 20. Februar 2017 unter der Rubrik Familienunternehmen: „Warum so viele Betriebe keinen Nachfolger finden“, dass der Generationswechsel oft scheitert, und zitiert aus den Ergebnissen einer aktuellen Studie, dass nur etwa 12% der Unternehmen die Weitergabe bis in die 3. Generation und nur etwa 1 % bis in die 5. Generation schaffen. Warum?

Möchten Sie mehr über die Ursachen dieser Probleme wissen?

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Generationswechsel. Ehefrauen und Töchter in der Unternehmensführung der Familienunternehmen

Die Zahl der Ehefrauen und Töchter nimmt in der Führung der Familienunternehmen stetig zu. Die Ursachen, warum zunehmend mehr Ehefrauen und Töchter die Führung der Unternehmen übernehmen, sind jedoch grundsätzlich verschieden.

Ehefrauen in der Unternehmensführung

Ehefrauen der Familienunternehmer sind manchmal buchstäblich gezwungen, spontan die Unternehmensführung zu übernehmen, beispielsweise, weil ihr Mann durch Unfall ausfällt, gelegentlich auch, weil er unheilbar chronisch erkrankt, aber am häufigsten wohl deshalb, weil er überraschend stirbt an einem Herzinfarkt, Schlaganfall, durch Krankheit oder Unfall. In Handwerksbetrieben, die aufgrund der Handwerksordnung von einem Meister geführt werden müssen, kann der Ausfall des Betriebsinhabers, wenn er zugleich der Meister war, den Ruin des Betriebes bedeuten.

Der Betrieb mit seinen Arbeitsplätzen kann jedoch erhalten werden, wenn die Frau des ausgefallenen Inhabers im Betrieb einen weiteren Meister hat oder einen einstellen kann, der fähig und willens ist, Angebote zu kalkulieren, diese gegenüber Kunden überzeugend zu argumentieren, also Aufträge zu akquirieren, der die Mitarbeiter fachlich anleitet und deren Leistungen kontrolliert, kurz: der als familienfremder, fachlich erfahrener Meister den Betrieb gemeinsam mit der Frau des Verstorbenen fortführt. Es erweist sich dann als Vorteil, dass die Frauen der Handwerker oft schon über Jahre die kaufmännischen Aufgaben im Betrieb übernommen haben, dass sie die Kunden ebenso wie die Mitarbeiter gut kennen und mit den Geschäftsabläufen vertraut sind. Das gilt nicht nur für Handwerksbetriebe, sondern auch für Handels- und Gewerbebetriebe. Manchmal übernehmen die Ehefrauen der ausgefallenen Betriebsinhaber die Führung des Betriebs auch nur für eine begrenzte Zeit bis Nachkommen, die handwerklich begabt sind und in Erwartung der später ohnehin geplanten Nachfolge bereits fachlich ausgebildet wurden, möglicherweise eine Fachhochschule besucht haben, die Verantwortung für die Betriebsführung übernehmen: Söhne, Töchter oder Söhne und Töchter. Wenn nicht, bleibt als Alternative noch der Verkauf des Betriebs oder, weil es seit Jahren immer schwieriger wird, fachlich erfahrene und zugleich finanzierungsfähige Kaufinteressenten zu finden, die Anmeldung zur Insolvenz oder die Aufgabe des Betriebs.

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Generationswechsel. Mediation zur Lösung von Gesellschafter- und Familienkonflikten in Familienunternehmen

Gesellschafter- und Familienkonflikte und daraus entstehende Streitereien können das Image und manchmal sogar die Existenz eines Familienunternehmens ruinieren. Besser ist es, dem vorzubeugen durch Erarbeitung einer für alle Gesellschafter und alle Familienmitglieder der Unternehmerfamilien gültigen Familiencharta bzw. Unternehmensverfassung, die auch für kommende Generationen noch gilt. Wenn der Streit jedoch schon da ist, lautstark oder stumm gestritten wird, verlangt das nach einer schnellen Lösung des Konflikts.

Eine der erfolgreichsten Methoden zur Streitschlichtung ist die Konfliktmediation zwischen den Betroffenen. Sie ist jedenfalls schneller, meistens erfolgreicher und vor allem billiger als ein gerichtlicher Vergleich, bei dem ein Richter bestimmt und die Betroffenen sich als Gewinner oder Verlierer wiederfinden statt selbst zur Lösung beitragen zu können.

Möchten Sie gern wissen, was eine Streitschlichtung durch Mediation ist, wie eine solche Mediation üblicherweise verläuft, welches Wissen und welche Erfahrung ein Mediator haben sollte? Was der Vorteil der Konfliktmediation gegenüber gerichtlichen Auseinandersetzungen ist? Dann lesen Sie weiter …

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Generationswechsel. Gesellschafter- und Familienkonflikte behindern die Nachfolge in Familienunternehmen

Angeblich scheitern Familienunternehmen häufiger an den Folgen von Gesellschafter- und Familienkonflikten als an selbst verschuldetem Missmanagement wie fehlende Innovationen, mangelnde Investitionen, chaotische Anweisungen, veraltete Produkte, missverständlich Produktargumente oder Preisdumping. Es geht hier nicht darum, ob diese Einschätzung mancher Unternehmensberater richtig oder falsch ist. Sondern darum, zu verstehen, dass fortdauernde Streitereien zwischen Gesellschaftern in Familienunternehmen bzw. Angehörigen der Unternehmerfamilien, die Einfluss auf die Unternehmensführung nehmen, dem guten Ruf und der Marktgeltung des Unternehmens sowie der Loyalität der Führungskräfte und Mitarbeiter schaden. Imageschäden in der Öffentlichkeit entstehen insbesondere, wenn Gesellschafterstreitigkeiten und Familienkonflikte vor Führungskräften und Mitarbeitern ausgetragen bzw. zu Kunden oder Lieferanten hinausgetragen werden oder wenn einzelne Familienmitglieder Schützenhilfe gegen die eigene Unternehmerfamilie suchen bei Geschäftsfreunden, Verbandsgeschäftsführern, Bankmanagern oder gar beim Betriebsrat.

Wollen Sie mehr über die Ursachen und Folgen von Gesellschafter- und Familienkonflikten in Familienunternehmen wissen?

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Generationswechsel. Alternativen, wenn familieninterne Nachfolge unerwünscht oder nicht möglich ist

Die meisten Familienunternehmer [1][2] wünschen sich, dass am Ende ihrer eigenen unternehmerischen Tätigkeit ihre Nachkommen die Führung ihres Unternehmens übernehmen und ihr Lebenswerk erfolgreich fortsetzen. Leider geht dieser Wunsch vielfach nicht in Erfüllung. In den letzten fünf Jahren konnten nur 54% ihr Familienunternehmen[3] innerhalb der eigenen Familie der nächsten Generation übergeben. 43% mussten oder wollten nach anderen Alternativen suchen wie …

  • Fremdmanagement durch angestellte professionelle Geschäftsführer,
  • Errichtung steuerpflichtiger Familienstiftungen als Eigentümer für Familienstämme,
  • Restrukturierung, Sanierung oder Fusion des Familienunternehmens mit anderen,
  • Verkauf des Familienunternehmens an leitende Mitarbeiter oder Kaufinteressenten,
  • Aufgeben des Familienunternehmens.

17% haben ihr Unternehmen im Management-Buy-Out an ihre leitenden Mitarbeiter verkauft.

26% haben ihr Unternehmen an familienfremde Kaufinteressenten verkauft, unter anderem an solche, die aus der gleichen Branche kommend sich selbstständig machen wollten und den Kaufpreis bezahlen konnten, an Firmen der gleichen Branche, die durch den Kauf einen Wettbewerber aus ihrem Markt verdrängen, ihr Produktportfolio und ihren Kundenkreis erweitern, ihre Wertschöpfungskette vor oder nach ihrer eignen verlängern, aus dem gekauften Unternehmen Innovationen oder qualifizierte leitende Mitarbeiter gewinnen wollten, was ihnen den Preis wert war, oder an Investoren. Diese kaufen jedoch Familienunternehmen i. d. R. nur, wenn gesichert ist, dass nach dem Ausscheiden des Familienunternehmers ein funktionsfähiges Management zurück bleibt, das das gekaufte Unternehmen für die Investoren erfolgreich weiterführen kann.

3% der Familienunternehmen wurden aufgegeben, weil weder Nachkommen noch Käufer daran interessiert waren.

Wollen Sie mehr über die Alternativen wissen, wenn es keinen Nachfolger aus den Nachkommen der Unternehmerfamilie gibt oder die, die es gibt, entweder ungeeignet bzw. unerwünscht sind oder die Unternehmensführung nicht übernehmen wollen …

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Generationswechsel ist beides, Übergabe der Unternehmensführung und Übertragung des Eigentums am Familienunternehmen

Beim Generationswechsel geht es für einen Familienunternehmer[1] um die Bewahrung und Fortführung seines Lebenswerks, wenn er aus Alters-, Gesundheits- oder anderen Gründen nach einem Nachfolger sucht, insbesondere wenn er noch der Gründer ist und der Betrieb der Mittelpunkt seines Lebens war. Nach Jahrzehnten unternehmerischer Tätigkeit geht es aber auch um die finanzielle Sicherung seines Ruhestands.

Für übernahmewillige Nachkommen geht es dagegen einerseits um die Übernahme und die Fortführung eines wirtschaftlich gesunden Unternehmens, dessen Gewinne ihnen und ihren Familien ein gutes Leben sichern sollen, andererseits um die Aufgabe als selbständiger Unternehmer, um eigene unternehmerische Strategien umsetzen, das Familienvermögen  erhalten, kurz: etwas nach eigenen Vorstellungen bewirken zu können.

In der Regel wird den heutzutage meistens sehr gut ausgebildeten Nachkommen zunächst die Unternehmensführung übergeben, erst später – entweder noch zu Lebzeiten oder im Erbfall – das Eigentum übertragen. Möchten Sie mehr darüber wissen?

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Generationswechsel - Umbruch im Familienunternehmen

Die meisten Familienunternehmer[1] [2], die eigene Kinder oder Enkel haben, wünschen sich, dass ihre Nachkommen einst ihr Unternehmen übernehmen und erfolgreich weiterführen sollen. Doch die Realität sieht anders aus. In der Zeit von 2010 – 2014 konnten in Deutschland nur wenig mehr als die Hälfte der übergabewürdigen Familienunternehmen[3] an Nachfolger in der Familie übergeben werden (54%)[4]

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